Ob Sie eine Hebeanlage brauchen, entscheidet nicht der Wunsch, sondern die Höhe: Liegt ein Ablauf unter der Rückstauebene, muss das Abwasser über diese Ebene gehoben werden, bevor es in den Kanal darf. Als Rückstauebene gilt nach DIN 1986-100 die Straßenoberkante vor dem Grundstück, sofern die Gemeinde nichts anderes festlegt. In Berlin betrifft das praktisch jeden genutzten Keller.
Wir bauen Hebeanlagen neu ein, tauschen alte Anlagen aus und rüsten Kleinhebeanlagen nach, wenn im Keller ein WC oder eine Dusche dazukommt. Der wichtigste Teil der Arbeit passiert dabei vor dem Einbau: die Auslegung. Eine zu kleine Anlage verstopft, eine zu große verschlammt, und beides merkt man erst nach Monaten.
Auf dieser Seite steht, wann eine Hebeanlage Pflicht ist, was eine Kleinhebeanlage darf und was nicht, wie die richtige Größe bestimmt wird, wie ein Austausch abläuft und was den Preis bestimmt. Für die laufende Betreuung nach dem Einbau gibt es die Wartungsseite, für Störungen die Reparaturseite.
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Hebeanlage einbauen oder austauschen
Sagen Sie kurz, was verbaut ist und worum es geht. Wir nehmen vor Ort auf und Sie bekommen einen Festpreis für die komplette Maßnahme, von der Demontage bis zur Inbetriebnahme.
Wann eine Hebeanlage eingebaut werden muss
Alles, was unterhalb der Rückstauebene entwässert, braucht eine Hebeanlage: der Waschkeller, die Kellerdusche, das Souterrain-WC, die Einliegerwohnung, die Tiefgaragenentwässerung, die Gewerbeküche im Untergeschoss. Das ist keine Empfehlung, sondern die Logik der Schwerkraft: Ohne Gefälle zum Kanal fließt nichts ab, und bei Rückstau aus dem Kanal läuft es in die andere Richtung.
Für rein fäkalienfreies Abwasser aus untergeordnet genutzten Räumen lässt die Norm in engen Grenzen einen Rückstauverschluss statt einer Hebeanlage zu: wenn im Rückstaufall auf die Entwässerung verzichtet werden kann, der Nutzerkreis klein ist und ein WC oberhalb der Rückstauebene zur Verfügung steht. Sobald der Keller wirklich genutzt wird, als Wohnung, Praxis, Büro oder Waschküche mit Anspruch auf Funktion, ist die Hebeanlage die normgerechte Lösung.
Der klassische Auslöser für den Einbau ist der Kellerausbau. Aus dem Abstellraum wird ein Bad, aus dem Hobbyraum eine Einliegerwohnung. Was dabei regelmäßig vergessen wird: Die vorhandene Schmutzwasseranlage darf kein WC aufnehmen. Für Fäkalien braucht es eine Fäkalienhebeanlage mit freiem Durchgang oder Zerkleinerer. Wer das übergeht, hat die erste Verstopfung in den ersten Wochen.
Kleinhebeanlagen: für das einzelne WC oder die Dusche im Keller
Eine Kleinhebeanlage ist die kompakte Lösung, wenn im Keller ein einzelnes WC, ein Waschbecken oder eine Dusche dazukommt und keine zentrale Anlage vorhanden ist. Sie steht direkt hinter oder neben dem WC, hat einen kleinen Behälter und einen Zerkleinerer und fördert über eine dünne Druckleitung nach oben.
Die Norm erlaubt Kleinhebeanlagen für Fäkalien allerdings nur zur begrenzten Verwendung: Es muss oberhalb der Rückstauebene ein weiteres WC zur Verfügung stehen, und der Nutzerkreis muss klein sein. Für das Gäste-WC im Souterrain oder das Bad der Einliegerwohnung ist das die richtige Technik. Für ein Mehrfamilienhaus, eine Praxis oder eine Gewerbeküche ist es die falsche, auch wenn sie im Baumarkt günstiger aussieht.
Bei der Auswahl achten wir auf den Zerkleinerer, auf die zulässige Förderhöhe und darauf, was alles angeschlossen werden soll. Eine Kleinhebeanlage, die WC, Dusche und Waschmaschine gleichzeitig bedienen soll, ist meist überfordert. Dann ist eine kleine zentrale Anlage die bessere Wahl, auch wenn sie mehr Platz braucht.
Einbau & Austausch von Hebeanlagen: Wir sind in ganz Berlin & Brandenburg für Sie im Einsatz.
Die richtige Größe: Auslegung vor dem Einbau
Die Auslegung ist der Teil, der über die nächsten fünfzehn Jahre entscheidet. Wir nehmen vor dem Angebot auf:
- Art des Abwassers: Schmutzwasser ohne Fäkalien oder Fäkalien aus WC und Küche. Daraus folgt der Anlagentyp.
- Anfallende Menge: Wie viele Entwässerungsgegenstände hängen an der Anlage, wie viele Personen oder Nutzungseinheiten, gibt es Spitzen wie eine Gewerbeküche zur Mittagszeit.
- Förderhöhe: Abstand vom Behälter bis zur Rückstauschleife über der Rückstauebene, plus Leitungsverluste. Daraus folgt die Pumpenleistung.
- Einzel- oder Doppelanlage: Wo ein Ausfall nicht hinnehmbar ist, etwa im Mehrfamilienhaus, in Gewerbe und Gastronomie, sieht die Norm eine Doppelanlage mit zwei Pumpen vor, die sich abwechseln und gegenseitig absichern.
- Aufstellraum: Platz, Zugang für Wartung, Bodenablauf, Stromanschluss, Möglichkeit der Entlüftung über Dach.
- Rückstauschleife und Druckleitung: Führung, Material, Absperrschieber und Rückflussverhinderer nach Norm.
- Störmeldung: netzunabhängiger Alarm, bei Bedarf mit Weiterleitung an Hausmeister oder Verwaltung.
Reparatur oder Austausch: woran wir das festmachen
Nicht jede gestörte Anlage muss raus, und nicht jede Reparatur lohnt sich. Bei regelmäßiger Wartung halten Hebeanlagen erfahrungsgemäß zehn bis fünfzehn Jahre. Danach häufen sich die Ausfälle, und die Frage ist nicht mehr, ob die Pumpe noch einmal läuft, sondern wie lange bis zum nächsten Mal. Diese Punkte sprechen für den Austausch:
- Die Anlage ist älter als etwa fünfzehn Jahre und hatte im letzten Jahr mehr als eine Störung.
- Ersatzteile sind nicht mehr lieferbar. Viele Hersteller halten Teile nur eine begrenzte Zeit nach dem Produktionsende vor; ist das Fabrikat vom Markt, endet die Reparierbarkeit unabhängig vom Zustand.
- Die Reparatur kostet mehr als ungefähr die Hälfte einer neuen Anlage. Dann zahlen Sie den halben Neupreis für die Restlaufzeit einer alten Anlage.
- Der Behälter ist undicht, verzogen oder von innen angegriffen. Das ist kein Verschleißteil, das getauscht wird, sondern das Ende der Anlage.
- Die Anlage war seit dem Kellerausbau falsch ausgelegt, etwa eine Schmutzwasseranlage, an der inzwischen ein WC hängt, oder eine Einzelanlage im Mehrfamilienhaus, wo die Norm eine Doppelanlage vorsieht. Eine Reparatur behebt die Störung, nicht die Ursache.
- Schaltgerät und Niveausteuerung sind defekt und für das Fabrikat nicht mehr einzeln zu bekommen.
Wann wir zur Reparatur raten
Umgekehrt gibt es klare Fälle, in denen ein Austausch Geldverschwendung wäre. Ist die Anlage keine zehn Jahre alt, richtig dimensioniert und sind die Teile lieferbar, reparieren wir. Ein blockiertes Laufrad, ein verschlissener Rückflussverhinderer, ein defekter Schwimmerschalter, eine undichte Dichtung: Das sind Verschleißteile, dafür wird keine Anlage ersetzt.
Wir sagen Ihnen nach der Aufnahme, in welchem der beiden Fälle Sie sind, und begründen es. Wenn beides vertretbar ist, bekommen Sie beide Preise und entscheiden selbst. 680 Hebeanlagen haben wir bisher ausgetauscht, und ein guter Teil der Anlagen, die wir uns angesehen haben, läuft nach einer Reparatur weiter.
So läuft ein Austausch ab
Der Austausch einer alten Anlage ist planbar, wenn er nicht im Notfall passiert. Deshalb lohnt es sich, eine Anlage, die bei der Wartung als „am Ende“ eingestuft wurde, in Ruhe zu ersetzen statt nach dem Ausfall.
- 01
Bestandsaufnahme
Vorhandene Anlage, Anschlüsse, Druckleitung, Entlüftung, Elektrik und Aufstellraum. Oft zeigt sich hier, dass die alte Anlage seit dem Kellerausbau falsch dimensioniert war.
- 02
Auslegung und Angebot
Passender Anlagentyp, Einzel- oder Doppelanlage, Fabrikat und Festpreis für Lieferung, Demontage, Einbau und Inbetriebnahme.
- 03
Demontage und Entsorgung
Alte Anlage entleeren, reinigen, ausbauen und fachgerecht entsorgen. Bei Fäkalienanlagen mit entsprechender Hygiene.
- 04
Einbau
Anlage setzen, Zulauf, Druckleitung mit Rückstauschleife, Rückflussverhinderer und Absperrschieber anschließen, Entlüftung über Dach prüfen oder herstellen. Der elektrische Anschluss erfolgt durch eine Elektrofachkraft.
- 05
Inbetriebnahme
Probelauf über mehrere Schaltzyklen, Einstellen der Schaltpunkte, Test der Störmeldung, Dichtheitskontrolle.
- 06
Protokoll und Einweisung
Sie bekommen das Inbetriebnahmeprotokoll digital und eine kurze Einweisung: Was bedeutet der Alarm, was darf in die Anlage, wann ist die erste Wartung.
- 01
Bestandsaufnahme
Vorhandene Anlage, Anschlüsse, Druckleitung, Entlüftung, Elektrik und Aufstellraum. Oft zeigt sich hier, dass die alte Anlage seit dem Kellerausbau falsch dimensioniert war.
- 02
Auslegung und Angebot
Passender Anlagentyp, Einzel- oder Doppelanlage, Fabrikat und Festpreis für Lieferung, Demontage, Einbau und Inbetriebnahme.
- 03
Demontage und Entsorgung
Alte Anlage entleeren, reinigen, ausbauen und fachgerecht entsorgen. Bei Fäkalienanlagen mit entsprechender Hygiene.
- 04
Einbau
Anlage setzen, Zulauf, Druckleitung mit Rückstauschleife, Rückflussverhinderer und Absperrschieber anschließen, Entlüftung über Dach prüfen oder herstellen. Der elektrische Anschluss erfolgt durch eine Elektrofachkraft.
- 05
Inbetriebnahme
Probelauf über mehrere Schaltzyklen, Einstellen der Schaltpunkte, Test der Störmeldung, Dichtheitskontrolle.
- 06
Protokoll und Einweisung
Sie bekommen das Inbetriebnahmeprotokoll digital und eine kurze Einweisung: Was bedeutet der Alarm, was darf in die Anlage, wann ist die erste Wartung.
Was den Preis bestimmt
Sie bekommen nach der Bestandsaufnahme einen Festpreis für die komplette Maßnahme. Was nicht drinsteht, wird nicht berechnet. Der Austausch der Anlage ist übrigens Instandhaltung und nicht auf Mieter umlagefähig, anders als die laufende Wartung.
- Anlagentyp und Fabrikat: Eine Kleinhebeanlage kostet einen Bruchteil einer Doppel-Fäkalienhebeanlage.
- Einzel- oder Doppelanlage: Zwei Pumpen, zwei Steuerungen, mehr Armaturen.
- Umfang der Leitungsarbeiten: Ist die Druckleitung mit Rückstauschleife vorhanden und brauchbar, oder muss sie neu geführt werden.
- Entlüftung: Vorhanden über Dach oder nachzurüsten. Das ist der Punkt, der beim Kellerausbau am häufigsten fehlt.
- Zugang und Aufstellraum: Freier Technikraum oder engster Kellerwinkel, Tragewege, Demontage der alten Anlage.
- Elektrik: Vorhandener Anschluss oder neue Zuleitung durch die Elektrofachkraft.
Nach dem Einbau: Inbetriebnahme, Einweisung, erste Wartung
Eine neue Hebeanlage ist nach dem Einbau nicht fertig, sie ist eingebaut. Damit sie die nächsten fünfzehn Jahre läuft, braucht sie drei Dinge: eine saubere Inbetriebnahme mit Protokoll, eine Einweisung der Nutzer, vor allem zur Frage, was nicht in die Anlage gehört, und den ersten Wartungstermin nach Norm. Den bieten wir direkt mit dem Einbau an, damit er nicht in Vergessenheit gerät.
Für Verwaltungen und Eigentümergemeinschaften liefern wir Inbetriebnahmeprotokoll und Wartungsvertrag aus einer Hand. Das spart die Abstimmung zwischen zwei Firmen und sorgt dafür, dass die Anlage von Anfang an dokumentiert ist.
Häufige Fragen zu Einbau und Austausch
Wenn ein Ablauf unter der Rückstauebene liegt, also in Berlin unter der Straßenoberkante, ja. Das betrifft Waschkeller, Kellerdusche, Souterrain-WC, Einliegerwohnung und Tiefgarage. Für untergeordnet genutzte Räume mit fäkalienfreiem Abwasser kann in engen Grenzen ein Rückstauverschluss reichen.
Eine kompakte Anlage direkt hinter oder neben einem einzelnen WC, Waschbecken oder einer Dusche im Keller. Für Fäkalien erlaubt die Norm sie nur zur begrenzten Verwendung: Es muss ein weiteres WC oberhalb der Rückstauebene vorhanden sein, und der Nutzerkreis muss klein sein. Für Gäste-WC und Einliegerwohnung passend, für Mehrfamilienhaus, Praxis oder Gastronomie nicht.
Nur, wenn es eine Fäkalienhebeanlage ist. Eine Schmutzwasseranlage hat weder den freien Durchgang noch einen Zerkleinerer und verstopft mit Fäkalien und Papier in kurzer Zeit. Das ist der häufigste Fehler, den wir nach Kellerausbauten vorfinden.
Wo ein Ausfall nicht hinnehmbar ist, etwa im Mehrfamilienhaus, in Gewerbe und Gastronomie. Zwei Pumpen wechseln sich ab und sichern sich gegenseitig ab. Im Einfamilienhaus reicht in der Regel eine Einzelanlage.
Bei regelmäßiger Wartung erfahrungsgemäß zehn bis fünfzehn Jahre. Entscheidend sind Wartungsintervall, Belastung und das, was in die Anlage gelangt: Feuchttücher, Fett und Hygieneartikel verkürzen die Standzeit erheblich. Nach fünfzehn Jahren ist ein geplanter Austausch meist günstiger als die nächste Notreparatur.
Für den Austausch sprechen: Alter über fünfzehn Jahre mit mehreren Störungen im letzten Jahr, nicht mehr lieferbare Ersatzteile, Reparaturkosten über etwa der Hälfte des Neupreises, ein undichter Behälter oder eine von Anfang an falsche Auslegung. Für die Reparatur spricht eine jüngere, richtig ausgelegte Anlage mit lieferbaren Teilen, bei der ein Verschleißteil ausgefallen ist. Wir nehmen auf, sagen Ihnen, welcher Fall vorliegt, und begründen es.
Bei vorhandener, brauchbarer Druckleitung und Entlüftung meist ein Arbeitstag. Muss die Druckleitung neu geführt oder eine Entlüftung über Dach nachgerüstet werden, entsprechend länger. Das steht im Angebot.
Grundsätzlich ja, wenn die Anlage für den Einsatzfall richtig ausgelegt ist. Das prüfen wir vorher. Eine Kleinhebeanlage aus dem Baumarkt für eine Gewerbeküche bauen wir nicht ein, weil sie dort nicht funktionieren wird.
Anlagentyp, Einzel- oder Doppelanlage, Leitungs- und Entlüftungsarbeiten, Zugang und Elektrik bestimmen den Preis. Nach der Bestandsaufnahme bekommen Sie einen Festpreis für die komplette Maßnahme.
Nein. Austausch und Reparatur sind Instandhaltung und nicht umlagefähig. Die laufende Wartung ist dagegen als Betriebskosten der Entwässerung nach § 2 Nummer 3 der Betriebskostenverordnung grundsätzlich umlagefähig, sofern der Mietvertrag das vorsieht.
Ja, nach DIN EN 12056-4 im Einfamilienhaus jährlich, im Mehrfamilienhaus halbjährlich, im Gewerbe vierteljährlich. Den ersten Wartungstermin bieten wir direkt mit dem Einbau an.
Das sagen unsere Kunden
“Wir sind mit Clieni sehr zufrieden. Bei Problemen mit Abflüssen, Toiletten oder Leitungen wird schnell und zuverlässig reagiert, fachlich kompetent und sauber. Klare Weiterempfehlung!”
Mark G.
“Nach einem Problem im Fettabscheiderraum wurde uns schnell und professionell geholfen. Das Team war pünktlich, freundlich und hat sehr sauber gearbeitet. Vielen Dank!”
Anthony Mach, Restaurant Goodtime Zehlendorf
“Sehr zuverlässiges und professionelles Unternehmen. Von der ersten Anfrage bis zur fertigen Umsetzung lief alles reibungslos. Freundlich, pünktlich und sauber gearbeitet.”
Caghan P.
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