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Wärmebildkamera im Einsatz bei der Leckortung an einer Innenwand in Berlin

Leckortung · Thermografie · Wärmebildkamera

Thermografie Leckortung Berlin

Berührungslose Ortung warmer Leitungen und durchfeuchteter Zonen unter Estrich, Putz und Bodenbelag. Wärmebilder mit Vergleichsfoto, Messprotokoll und markierter Stelle, abgesichert durch ein zweites Verfahren.

Zerstörungsfreie Messung an Boden, Wand und Decke Fußbodenheizung, Warmwasserleitung, Steigstrang Wärmebilder und Messprotokoll zur Vorlage Immer mit Kontrollverfahren abgesichert

CLIENI setzt die Wärmebildkamera in Berlin und Brandenburg dort ein, wo Temperaturunterschiede eine Leitung verraten: warme Heizungs- und Warmwasserleitungen im Estrich, Verdunstungskälte über durchfeuchteten Zonen. Thermografie misst berührungslos an der Oberfläche und wird bei uns mit Feuchtemessung, Elektroakustik oder Formiergas abgesichert, bevor irgendetwas geöffnet wird.

Eine Wärmebildkamera sieht kein Wasser. Sie sieht Temperatur, genauer: die Infrarotstrahlung, die jede Oberfläche abgibt. Nützlich wird das bei der Leckortung, weil austretendes Wasser die Temperaturverteilung an Boden, Wand und Decke verändert, lange bevor ein Fleck sichtbar wird.

Thermografie ist also kein Blick durch die Wand, sondern die Auswertung dessen, was ein Bauteil an der Oberfläche preisgibt. Hier steht, was die Kamera zeigt, was sie voraussetzt, wo sie endet und womit wir sie kombinieren.

Was die Wärmebildkamera sichtbar macht

Die Kamera misst die abgegebene Wärmestrahlung Bildpunkt für Bildpunkt und macht daraus ein Temperaturbild, in dem schon Zehntelgrade als Muster erkennbar werden. Zwei gegenläufige Effekte machen das für die Leckortung nutzbar.

Die warme Spur: Eine Heizungs- oder Warmwasserleitung erwärmt den Estrich, die Wärme erreicht nach einiger Zeit die Oberfläche, und der Leitungsverlauf zeichnet sich als heller Streifen ab. Tritt Wasser aus, wird aus dem schmalen Streifen ein unregelmäßiger, breiterer warmer Bereich. Diese Abweichung vom erwarteten Muster ist der Befund.

Die Verdunstungskälte: Wasser, das aus einem durchfeuchteten Bauteil verdunstet, entzieht der Oberfläche Energie. Eine nasse Zone ist dadurch kühler als ihre Umgebung, auch wenn das ausgetretene Wasser kalt war. So lassen sich Feuchtezonen eingrenzen, hinter denen keine warme Leitung liegt.

  • Maßgeblich ist der Unterschied zur Referenzfläche, nicht der Absolutwert.

Emissionsgrad und Reflexion: warum Wärmebilder falsch gelesen werden

  • Emissionsgrad: Die Kamera braucht eine Annahme darüber, wie gut das Material strahlt. Bei Putz, Estrich und mattem Anstrich liegt der Wert hoch und dicht beieinander, blanke Metalle und glänzende Oberflächen strahlen schlecht. Falsch angesetzt, ergibt sich eine Temperatur ohne Bezug zur tatsächlichen.
  • Reflexion: Ein besonntes Fenster, eine Leuchte oder die Person hinter der Kamera spiegeln sich in glatten Flächen und sehen aus wie eine warme Stelle im Bauteil. Der Test: dieselbe Stelle aus anderem Winkel aufnehmen. Wandert das Muster mit, ist es eine Spiegelung.
  • Störquellen: Wärmebrücken, Fußleistenkanäle, Elektroleitungen unter Putz oder ein Kaminzug erzeugen Muster ohne jeden Bezug zu einem Leck.

Thermografie zur Leckortung: Wir sind in ganz Berlin & Brandenburg für Sie im Einsatz.

Voraussetzungen für ein brauchbares Wärmebild

Ob eine Untersuchung etwas bringt, entscheidet sich vor der ersten Aufnahme. Die wichtigste Bedingung ist ein Temperaturunterschied zwischen Leitung und Umgebung.

  • Temperaturdifferenz herstellen: Bei Heizungs- und Warmwasserleitungen die Anlage vorher hochfahren oder einen Abschnitt gezielt durchströmen lassen.
  • Ruhezeit einhalten: Die Wärme braucht Zeit durch Estrich und Belag. Ein Bild direkt nach dem Aufheizen zeigt oft noch nichts.
  • Keine direkte Sonneneinstrahlung: Ein besonnter Boden bildet die Fenstersprossen ab, nicht die Leitung. Räume abdunkeln, Fassaden früh am Morgen aufnehmen.
  • Stabile Raumbedingungen: keine offenen Fenster, keine Lüftung, kein Heizlüfter. Zugluft verstärkt die Verdunstungskälte an Stellen, die nicht feucht sind.
  • Freie Flächen: Was auf dem Boden steht, verdeckt das, was gemessen werden soll.

Wie Aufbau und Bodenbelag das Ergebnis bestimmen

Zwischen Leitung und Kamera liegt der Fußbodenaufbau. Jede Schicht verteilt die Wärme in die Fläche: je dicker und besser dämmend, desto verwaschener das Muster.

Aufbau oder BelagErwartbares WärmebildKonsequenz für die Ortung
Estrich üblicher Dicke, Fliesen im Mörtelbett, Vinyl oder LaminatLeitungsverlauf scharf gezeichnetführt meist zügig zu einem engen Suchbereich
Dicke Dämmschicht unter dem EstrichMuster flau, Wärme kommt oben kaum anFormiergas (Tracergas) oder Elektroakustik führen
Fliesen auf EntkopplungsmatteTrennlage, Muster bricht ab oder verschiebt sichnur mit zweitem Verfahren belastbar
Dielenboden, abgehängte Decke, VorwandinstallationHohlraum verteilt die Wärme, Wasser läuft darin weiterKamera zeigt allenfalls den Austrittspunkt, Endoskopie führt schneller

Was Thermografie nicht leisten kann

Die Wärmebildkamera hat in der Leckortung einen guten Ruf, und ein Teil davon ist unverdient. Wer weiß, wo sie aufhört, kann ihre Ergebnisse einordnen.

  • Sie sieht nicht durch Bauteile. Was tiefer liegt, wird nur über seine Wirkung an der Oberfläche erschlossen.
  • Sie unterscheidet nicht zwischen warm und nass. Eine warme Stelle kann ein Leck sein oder eine Elektroleitung. Das klärt erst die Feuchtemessung.
  • Sie findet kalte Lecks nur indirekt, über die Verdunstungskälte. Dieses Signal ist schwächer und unschärfer.
  • Sie zeigt keine Abwasserleckage im Erdreich. Unter Hof oder Bodenplatte ist die Überdeckung zu groß; dort arbeiten wir mit Kanalkamera und Ortungssonde, Nebel- oder Färbeverfahren.
  • Sie liefert keine Tiefenangabe und keinen Dichtheitsnachweis. Wie tief die Leitung liegt, steht nicht im Bild; dass sie hält, zeigt die Druckprobe.

Warum die Kamera fast nie allein arbeitet

Daraus folgt die Arbeitsweise: Die Kamera sagt, wo gesucht wird, ein zweites Verfahren sagt, wo geöffnet wird. Erst wenn zwei Messungen auf dieselbe Stelle zeigen, wird gestemmt.

Feuchtemessung

Klärt, was das Wärmebild offenlässt: ob die auffällige Zone nass ist. Die Werte gehen ins Protokoll und dienen als Ausgangspunkt der Trocknungskontrolle.

Elektroakustik mit Korrelator und Bodenmikrofon

Hört das Fließgeräusch der Austrittsstelle ab und schärft den Bereich auf wenige Zentimeter. Der Standard bei Druckleitungen unter Estrich.

Formiergas 95/5

Der entleerte Abschnitt wird mit 95 Prozent Stickstoff und 5 Prozent Wasserstoff befüllt; das Gas tritt an der Schadstelle aus und wird oben aufgespürt. Der Weg bei flauem Wärmebild.

Endoskopie und Druckprobe

Die Kamera geht durch eine kleine Bohrung in Hohlräume und abgehängte Decken. Die Druckprobe belegt nach der Reparatur, dass der Abschnitt wieder hält.

Typische Einsatzfälle in Berliner Objekten

Fußbodenheizung

Die Schleifen werden warm gefahren, das Bild zeichnet den Verlauf nach, und die undichte Stelle fällt als aufgeweiteter Bereich heraus. Nebenbei entsteht ein Verlegeplan, der beim Öffnen die intakten Schleifen schützt.

Warmwasser- und Zirkulationsleitung im Estrich

Eine dauerhaft warme Leitung liefert ein deutliches Signal: Eine Spur, die vom bekannten Verlauf abweicht, ist der erste Hinweis.

Steigstrang in der Wand

Ein durchfeuchteter Installationsschacht zeichnet sich über mehrere Geschosse ab, oft am deutlichsten eine Etage unter der Schadstelle. Die Endoskopie zeigt dann die Stelle selbst.

Feuchtezone unter Bodenbelag

Wölbt sich ein Belag, ohne dass etwas zu sehen ist, grenzt die Verdunstungskälte die nasse Fläche ein. Mit der Feuchtemessung zusammen ergibt das den Umfang der Trocknung.

Ablauf einer thermografischen Untersuchung

  1. 01

    Vorgespräch und Bestandsaufnahme

    Welche Leitung könnte betroffen sein, seit wann tritt Feuchtigkeit auf, muss Heizungswasser nachgefüllt werden, gibt es Pläne.

  2. 02

    Randbedingungen herstellen

    Flächen räumen, Räume abdunkeln, Zugluft abstellen, die Anlage hochfahren. Danach die Ruhezeit, bis die Wärme oben ankommt.

  3. 03

    Übersicht, Detail, Störquellenprüfung

    Zuerst die gesamte Fläche samt Referenzbereichen, dann das Auffällige aus mehreren Winkeln mit angepasstem Emissionsgrad. Störquellen werden aussortiert.

  4. 04

    Bestätigung durch ein zweites Verfahren

    Feuchtemessung an der auffälligen Zone, danach je nach Lage Elektroakustik, Formiergas oder Endoskopie.

  5. 05

    Markieren, öffnen, instand setzen

    Wir öffnen punktuell an der markierten Stelle, setzen die Leitung instand, belegen die Dichtheit mit einer Druckprobe, trocknen und stellen wieder her. Ein zweiter Betrieb ist dafür nicht nötig.

Was Sie nach der Untersuchung in der Hand haben

Ein Wärmebild allein ist schwer zu lesen, und gelesen wird es fast immer von Dritten: Sachverständiger, Regulierer, Verwaltung. Deshalb bekommen Sie die Aufnahmen im Zusammenhang.

  • Wärmebilder mit dem Vergleichsfoto derselben Stelle aus gleicher Position, damit erkennbar bleibt, welcher Bereich abgebildet ist
  • Temperaturskala, Messpunkte und Referenzfläche im Bild
  • Messprotokoll mit Datum, Raum- und Vorlauftemperatur und den Randbedingungen
  • Werte der Feuchtemessung als Ausgangspunkt der Trocknungskontrolle
  • Befund im Klartext: welche Stelle geortet wurde, womit sie bestätigt ist und was offen bleibt
  • Markierung am Bauteil, maßlich auf den Grundriss bezogen

Häufige Fragen zur Thermografie bei der Leckortung

Nein. Sie misst ausschließlich die Temperatur der Oberfläche. Ein Leck wird nur erkennbar, weil es diese Oberfläche erwärmt oder durch Verdunstung abkühlt. Was dort keine Spur hinterlässt, bleibt unsichtbar.

Das sagen unsere Kunden

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Sehr zuverlässiges und professionelles Unternehmen. Von der ersten Anfrage bis zur fertigen Umsetzung lief alles reibungslos. Freundlich, pünktlich und sauber gearbeitet.

Caghan P.

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