Rohrreinigung · 3 Min.
Das Kreuzblatt: der meistgenutzte Spiralkopf
9. November 2026
Das Kreuzblatt ist ein Schneidkopf mit vier Klingen, der weiche bis mittelfeste Verstopfungen durchtrennt und ausräumt: Fett, Papier, Haare, Textilreste. Es muss zur Nennweite passen, sonst arbeitet es an der Rohrwand statt an der Verstopfung.
Wenn eine Spirale in eine Leitung geht, sitzt in den meisten Fällen dieser Kopf vorn. Er ist nicht der spektakulärste, aber der, mit dem die meisten Verstopfungen gelöst werden.
Wie es arbeitet
Vier flache Klingen stehen kreuzförmig nach außen. Die rotierende Spirale treibt sie durch den Pfropf, die Klingen zerteilen ihn, und das Material wird mit dem nachfließenden Wasser abtransportiert. Anders als ein Bohrer frisst sich das Kreuzblatt nicht in eine Richtung, es räumt den Querschnitt aus.
Warum die Größe entscheidet
Ein Kreuzblatt gibt es in Durchmessern, die zur Nennweite passen müssen. Ist es zu klein, bohrt es ein Loch durch die Verstopfung; das Wasser läuft wieder, aber die Ablagerung bleibt an der Wand und ist in Wochen zurück. Ist es zu groß, schleifen die Klingen an der Rohrwand.
Eine Leitung, die nach der Reinigung binnen Wochen wieder zugeht, wurde oft nur durchstoßen, nicht ausgeräumt.
Wo die Grenze liegt
- Harte Verkrustungen an der Rohrwand: dafür ist die Kettenschleuder gemacht.
- Wurzeln: dafür der Wurzelschneider, der schneidet statt zu reißen.
- Feste Gegenstände: dafür der Bergekopf, der greift statt zu zerteilen.
- Ablagerungen über längere Strecken: dafür die Hochdruckspülung.
Die Kunst besteht nicht darin, die Spirale zu bedienen, sondern vorher zu entscheiden, welcher Kopf an das Ende gehört. Dafür muss man wissen, was in der Leitung liegt.
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