Verstopfung · 3 Min.
Katzenstreu im WC: warum es im Rohr hart wird
14. November 2026
Katzenstreu ist darauf ausgelegt, Flüssigkeit zu binden und dabei feste Klumpen zu bilden. Genau das tut es auch im Abwasserrohr. Der entstehende Block ist betonartig und lässt sich mit der Spirale kaum durchdringen.
Es klingt naheliegend, und manche Packung lädt sogar dazu ein: Streu in die Toilette, einmal spülen, fertig. Es ist einer der teuersten Fehler, die man im Haushalt mit einem Abfluss machen kann.
Das Produkt tut genau das, wofür es gemacht ist
Mineralische Streu besteht überwiegend aus Bentonit, einem Ton, der ein Vielfaches seines Gewichts an Flüssigkeit aufnimmt und dabei aufquillt und verklumpt. Diese Eigenschaft ist der ganze Produktnutzen, und sie wirkt in der Toilettenschüssel genauso wie im Katzenklo.
Auch pflanzliche Streu aus Holz- oder Papierfasern löst sich nicht einfach auf. Sie saugt sich voll, sinkt ab und setzt sich dort fest, wo das Wasser langsamer wird.
Was einmal abgebunden hat, wird im Rohr nicht wieder weich. Chemische Mittel richten dagegen nichts aus.
Warum es schwer zu beheben ist
Ein Fettpfropf lässt sich zerteilen, ein Vliesknäuel greifen. Verdichtetes Streu füllt den Querschnitt aus und ist hart. Ein Kreuzblatt bohrt bestenfalls ein Loch hindurch. In vielen Fällen muss mit Hochdruck gearbeitet und das Material abgesaugt werden.
Wohin damit
- In den Restmüll, in einem verschlossenen Beutel.
- Nicht in den Biomüll, auch nicht bei pflanzlicher Streu, wegen der Ausscheidungen.
- Nicht in die Toilette, unabhängig davon, was auf der Packung steht.
Für Mehrfamilienhäuser gilt der Hinweis besonders: Das Streu einer Wohnung landet im gemeinsamen Fallstrang, und die Rechnung trifft am Ende alle.
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